01.06.2010 - Kinder entdecken Kirche
Beispielsweise feiern wir gemeinsam christliche und muslimische Feste.
Einmal im Monat werden den Kindern biblische Geschichten erzählt und dazu wird dann mit den Kindern gesungen, gebastelt und gebetet.
Darüber hinaus gibt es einige religiöse Projekte, die mit den Schulanfängerkindern durchgeführt werden. Dazu zählt z. B. das Projekt „Kind und Tod“, bei welchem mit den Kindern und ihren Eltern über das Thema ‚Tod’ gesprochen sowie der Umgang mit demselben erklärt wird.
Ein weiteres Thema ist „Kinder und Kirche“. Bei diesem Themenpunkt besichtigen die Kinder – ebenfalls gemeinsam mit ihren Eltern und Großeltern – die unterschiedlichen christlichen Kirchen sowie die Moschee. Vieles gibt es dort zu entdecken, wie z. B.:
- Welche Bedeutung haben die verschiedenfarbigen Tücher in der evangelischen Kirche?
- Wozu ist der Beichtstuhl in der katholischen Kirche und wie funktioniert das mit der Beichte?
- Was für eine Bedeutung haben die Kacheln, versehen mit den arabischen Zeichen, in der Moschee?
So war es nun am 1. Juni 2010 soweit, auch einmal zu schauen, was es in der NAK zu entdecken gibt. Pünktlich um 14.30 Uhr fanden sich die Kinder mit ihren Eltern, Großeltern sowie den Erzieherinnen an unserer Kirche in Gelsenkirchen-Scholven ein. Nach einer kurzen Begrüßung stellte sich auch schon am Eingang die erste Frage: Warum sieht das Kreuz so anders aus, als in den anderen christlichen Kirchen?
Nachdem den Kindern erklärt wurde, dass das Kreuz mit der aufgehenden Sonne und den Wellen des Wassers darunter, das Symbol und Erkennungszeichen der Neuapostolischen Kirche ist, ging die Besichtigung im Kirchengebäude weiter.
Zunächst ging es in den Vorsonntagsschulraum, in welchem ein Kind sodann auch gleich bemerkte: „Hier sieht es aus wie bei uns im Kindergarten!“
Danach ging es weiter in den Mehrzweckraum, in dem ein Tasteninstrument zu sehen war, welches die Kinder noch niemals zuvor gesehen hatten.
Wie heißt denn dieses Instrument und wie funktioniert es?
Viele Fragen, große Augen und gespanntes Warten waren bei den Kindern zu sehen. Ein Harmonium gibt es schließlich heutzutage auch nicht mehr so häufig zu sehen.
Wie es aber jedoch gespielt wird, zeigte dann auch gleich eine der Erzieherinnen, indem sie den ‚Flohwalzer’ anstimmte.
Von dort aus ging es dann in den sog. Eltern-Kind-Raum, welchen vor allem die Mütter sehr schön fanden und von dort aus dann weiter in die Sakristei. Dort musste natürlich dann unbedingt die Frage geklärt werden: „Wer ist denn dieser Mann dort auf dem Foto an der Wand?“ Die erklärende Antwort war, dass es sich um den Stammapostel, das geistliche Oberhaupt der Neuapostolischen Kirche handelt.
Nach einem kurzen Zwischenstopp auf der Empore ging es sodann endlich in das Kirchenschiff. Dort wurde den Kindern der Altar erklärt sowie die verschiedenen Gegenstände, die sich auf dem Altar befinden. Auf das Hindeuten auf den Abendmahlskelch und die damit verbundene Frage, was dieses denn sein könnte, kam die spontane Antwort eines Kindes: „Das ist ein Topf mit einem Deckel, auf dem sich ein Kreuz befindet.“
Nun wurde den Kindern erklärt, dass dieser „Topf“ Kelch genannt wird und sich darin die Hostien für die Feier des Heiligen Abendmahls befinden. Im Weiteren wurde den Kindern sowie allen weiteren Anwesenden das Heilige Abendmahl erklärt und die dafür vorgesehene Hostie gezeigt. Es war schon eine sehr spannende Angelegenheit, diese Hostie. Auf der Hostie befinden sich ja, so stellten die Kinder fest, ein „Α“ und noch so ein komisches Zeichen, das wir aber nicht kennen. Das „Ω“ ist allerdings auch ein griechischer Buchstabe und den Kindern daher unbekannt. Sie stehen für „A“ wie Anfang und „Ω“ wie Ende.
Aber da ist ja noch mehr darauf zu sehen. Was bedeuten denn die drei roten Punkte? Die Erklärung war, dass die Hostie incl. der drei roten Punkte den Leib und das Blut Jesu symbolisiert.
Doch was ist denn das? Da gibt es ja noch etwas, so einen braunen Kasten mit einem Schlitz und einem Spruch darauf, welcher so ein bisschen aussieht wie eine große Spardose. Wie nennt sich denn dieser „Kasten“? Es war natürlich ein Opferkasten. Aber was ist denn ein Opferkasten und wofür soll der gut sein?
Nachdem den Kindern das Opfer erklärt wurde, entschieden sie sich dazu, auch zu opfern, was sie dann auch reichlich taten. Aber was passiert nun mit dem gespendeten Geld? Da besonders den Erzieherinnen die Tafel mit den Namen der dauerkranken Gemeindemitglieder im Foyer unserer Kirche gefiel, wurde entschieden, dass diese von dem Opfergeld einen Blumenstrauß mit dem Foto der Kindergartenkinder bekommen.
Mit Liedern aus dem neuapostolischen Kinderliederbuch und dem Anzünden von Kerzen ging ein schöner und spannender Nachmittag zu Ende.
Das Großartige an dieser Aktion „Kinder entdecken Kirche“ war, dass sich sowohl die Großen, als auch die Kleinen, in unserer Kirche sehr wohl gefühlt haben und dieses auch deutlich zum Ausdruck brachten.

Verfasser: Andreas Chaluppka
Veröffentlicht:
22:57:37 22.06.2010 von Adrian Chaluppka